Public Secrets

WAHRNEHMUNGSORGAN FÜR POLITISCHE IDEEN
BASEL – WITTEN – BERLIN

 

 

Politik ist sichtbar, politische Ideen sind es nicht unbedingt. Politische Ideen bestimmen die Politik, wie die Politik unser tägliches Leben.

Wie werden Ideen bewusst, die unser Handeln bestimmen?
Wie können wir sie realisieren?
Wie wird ästhetische Praxis – zwischen Idee und Wirklichkeit – zu Politik (Schiller, Arendt, Guérot)?

Dazu laden wir regelmässig ein – in Basel, Witten, Berlin.

 

Nächste Termine

BASEL
Montags wöchentlich: 21./28 November, 5./12./19. Dezember 2022, 2./9./16./23. Januar 2023 11h30, UM Salon
anschliessend gemeinsames Mittagessen, am Nachmittag Einzelgespräche, Projekte, Realisierungen.
u.A.w.g. daniel@mitte.ch

WITTEN
Donnerstags alle 2 Wochen: 17. November, 1./15. Dezmeber, 11.30 Uhr, Cafe Leye, Bahnhofstrasse 13
anschliessend gemeinsames Mittagessen
u.A.w.g. nussbaumstephan@aol.com

 

Gastgeber
Stiftungen Kulturimpuls Berlin und Basel, Bodo von Plato, Elke Schmitter, Stephan Nussbaum, Daniel Häni

 

 

ARCHIV

Basel, 21. November 2022, UM

Ein Coming-out. Ich bin auf Gemeinschafshöfen aufgewachsen, ging der Gemeinschaft immer lieber aus dem Weg, wobei ich mich in der Grossfamilie recht wohl fühlte. Da kommt es auf den Einzelnen nicht so an. Gemeinschaft heisst auch immer Macht, Eigentum und Bestimmung. Als ich 16 Jahre alt war, dachte ich: Warum ist es für Menschen so schwierig miteinander auszukommen? Es müsste einfach ordentlicher kommuniziert werden! Etwas später habe ich an einem Kontakt-Improvisationsfestival teilgenommen. Da habe ich erlebt, wie mein Ich mit der Gruppe verschmilzt. Ich wurde misstrauisch: die Gefahr von Gruppenzwang entsteht. Dann habe ich eine Ausbildung gemacht, wo es darum ging, mein Eigenes zu finden und es durch Improvisation in die Gemeinschaft zu tragen. Ich dachte: Mir geht`s nur um die Ausbildung. Nun habe ich aber kürzlich erlebt, wie diese Gemeinschaft mir Wertschätzung gibt, Wohlwollen zelebriert und Geborgenheit schenkt. Gruppe aber reicht nicht. Es braucht eine gemeinsame Arbeit an etwas oder eine gemeinsame erarbeiten von etwas. Jetzt habe ich die Frage, wie ich dieses Gefühl von Gemeinschaft auf die Weltgemeinschaft ausdehnen kann.

Medienkampagne zu Rudolf Steiner und Anthroposophie. Zwei Sendungen am gleichen Tag: ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann. Zugespitzte, heitere Rhetorik, die negativ-kritische Verzerrungen als Verteidigung des Ungewöhnlichen inszeniert, zum Teil von einem 10- jährigen Schulkind gesprochen. Dann ZDF-zoom: Anthroposophie – gut oder gefährlich?, am Puls Deutschlands mit Jochen Breyer. Eine Hauptaussage: Wer der Wissenschaft nicht folgt, ist abseitig und in Krisenzeiten gefährlich. Ein Hauptthema: Reinkarnation und Karma. Kann es sein, dass ich in diesem Leben eine Krankheit habe, deren Ursache aus Verfehlungen aus einem letzten Leben kommt? Bin ich daran selber schuld? Bin ich selbst die Ursache für das, was mir geschieht? Die Gretchenfrage als moralisierende Schuldfrage. Und implizit die empörte Antwort: Was für eine rückwärtsgewandte Absurdität, in diese Schuld-und-Sühne-Moralität dunkelster mittelalterlicher Prägung zurückzufallen! Aber die Verantwortungsfrage kommt  – allerdings verzerrt und als Tabu – auf den Tisch. Individualisiert. Wer ist für Was verantwortlich? Wer ist zuständig? Wer macht sich zuständig? Was hat welche Folgen? Wer bestimmt? Wer lässt bestimmen? Ist alles Zufall oder gibt es Zusammenhänge? Oder ist alles Willkür? Was ist Ursache, und was ist Wirkung?

Ich sehe was, was Du nicht siehst. Wie kann die Idee von Reinkarnation und Karma aus der esoterischen Schmuddelecke oder zwanghaft moralisierender Rückwärtsgewandtheit herausgeholt werden? Wie kann die wissenschaftlich verengte Angst vor Rückfällen in Geheimnistuerei und religiöse Unterdrückung überwunden werden? Wäre es nicht lebendiger zu sehen, dass Menschen Künstler sind und das Schicksal wie Farben: Jeder Mensch als ein Bild, das er mit den Farben seiner Taten und Unterlassungen kontinuierlich malt, verändert, gestaltet? Wie können zwanghafte Vorstellungen zu phantasievollen und lebendigen werden?

Schiffsrecht. Die Flagge am Schiff bestimmt, welches Recht auf dem Schiff gilt. Kein Wunder fahren so viele Schiffe unter der Flagge Panamas. Grauenhafte Transporte von Millionen von Tieren sind möglich!

Dilemma grünes Skifahren. Beschneien oder auf der grünen Wiese fahren? Wintersport ist stark subventioniert. Perfekte Piste jeden Tag oder weniger Gäste? Hoher Dieselverbrauch für Beschneiungsanlagen. 

Schweizer Buchpreis. Ein Lied für alle Körper wird gesungen. Kim de l’Horizon ist in den letzten 40 Interviews immer nach dem Hass gefragt worden. Kim sagt, Mensch solle lieber über die Liebe reden. Liebe heisst auch immer: durch den Schmerz gehen.

 

Witten, 17. November, Stichpunkte


Die Menschheit hat die 8 Milliarden, 8 000 000 000, geknackt. Wieviel ist das eigentlich?
Schon 95 000 Wittener sind nicht zu erfassen.

Kann der Einzelne überhaupt etwas tun? Z. B. in der gegenwärtigen Kriegssituation?

Wie geht der Kampf gegen das Mundtot Machen? Ich stehe „unter Beobachtung“, weil ich auf
Spaziergängen war, bei denen Nazis mitgelaufen sind. Können wir lernen, dem „Feind“
zuzuhören? Wie können wir hier in Witten ins Gespräch kommen?

Nach dem Krieg zu Boden, zu Wasser, in der Luft gibt es ein neues Kriegsfeld: das menschliche
Denken. Cognitive Warfare – der Verstand jedes einzelnen Menschen steht im Visier der
Kriegführenden.

Was ist der „öffentliche Raum“?

Durch die „Kultur“ von Fake News sind wir bei der Beurteilung der zeitrelevanten Fragen mehr
und mehr auf uns selbst gestellt, einsam.

Auf die Erfahrungen des Anderen Lauschen: hilft aus der Einsamkeit.
Das Politische findet statt, wo Menschen miteinander tun.

Der auszuhaltende Widerspruch von Gültigkeit für alle, weil evident – und Gültigkeit, weil für den Einzelnen geltend: Gibt es überhaupt Wahrheit, die für alle gilt? Worauf beziehen wir uns, wenn nicht auf Wahrheit?

Räume schaffen, in denen wir uns zuhören wollen – mit Respekt vor dem Anders-Sein, Anders-
Denken, Anders-Urteilen, Anders-Handeln.

 

 

Basel, 14. November 2022, UM

Wie kommt das Neue ins Land? – Die Demografie-Falle: verhindert die Mehrheit der Ü50 die innovativen Ideen der Jungen? – Oft dreht sich eine Idee, wenn sie institutionalisiert wird in ihr Gegenteil um – Wenn das Solarpanel zur Ideologie-Falle wird und im Fischen vom Schwemmholz aus dem Rhein zum Bauen von Tischen ausartet – Ehrlichkeit wird mit Punkteabzug bestraft – Dem Kaffeemobil am Rhein droht der Entzug des Stammplatzes, weil der Antragsprosa nicht genügt wurde – Die Jungen haben die Intuition verloren. Aber die Alten haben uns dahingehend erzogen – Warum ist vieles, vielen zu viel? – Was bedeutet das Gefühl der immer stärker werdenden Überforderung – Auch in der Freizeit wird alles immer mehr zum Stressfaktor – War früher die Resilienz höher oder die Fremdbestimmung? – Die Forderung nach einer effizienten und erfolgreichen Freizeitgestaltung – Entscheidend ist nicht was ich tue, sondern der Selbstbestimmungsgrad darin, in der Arbeit und ebenso in der Freizeit – Für welche Neuerungen der letzten 50 Jahre sind wir eigentlich sehr dankbar?  

 

Basel, 7. November, UM

«Die Verbindung der sichtbaren und unsichtbaren Welt aber ist die Schwelle, an der der Mensch stehen muss, jener Verbindung zwischen Himmel und Erde, die er sich nicht erklären kann. Wenn wir an dieser Schwelle nicht mehr stehen, ja, die Schwelle negieren, wird alle Politik notwendigerweise totalitär, denn dann ist sie auf das nackte Leben beschränkt, auf den Raum der realen Möglichkeit, auf das Sichtbare und das Pragmatische, also auf das Hier und Jetzt ohne Mysterium: ein Raum, in dem man sich aber nur im Kreis dreht. Gute Politik ist darum immer Orientierung an der Unmöglichkeit, am Imperativ eines Denkens, dass die Dinge doch eigentlich ganz anders sein sollten. Genau das ist das Politische.» Ulrike Guerot – «Vom vollen Sinn ausgehen, sich von ihm überwältigen lassen und bis zum Nicht-Sinn vorstossen. Das Bild des schwarzen Blocks in der Mitte der Welt ist kein Zufall » Marguerite Duras – Ganz im Jetzt, aber was ist das grosse Ganze genau? – Lösungsfreie Komplexität – Kommunikationsdesaster – Hat sich dieser Betrieb (Deutsche Bahn) schon aufgegeben? – Die systematische Entzuständigungsiesirung – Wer bestimmt, was wesentlich ist? – Herrschaftlich, anmassend – Die Zwölfmilliarden Revolution: nach Zwölfmilliarden gelebten Leben passiert etwas wesentliches: 10’000 vor Christus, die Aneignung der Natur, sesshaft werden, Kultur beginnt – 1850, die Aneignung der fossilen Energie, industrielle Revolution – 1980, Digitalisierung, Entfremdung, Bewusstsein vom Bewusstsein.

 

Witten, Kolloquium 4. bis 6. November 2022

Kohle, Klima, Karma
Vor hunderten Millionen Jahren, so die heutige Wissenschaft, sind Kohle, Öl und Erdgas gebildet worden. Vor Millionen von Jahren, um in den wenigen hundert Jahren um die zweite Jahrtausendwende nach Christus von der Menschheit verbraucht zu werden. In Erde verwandelte Sonnenenergie, den Menschen zur Verfügung gestellt. Energie und Kraft zur freien menschlichen Nutzung.

Unsere Forschungs-Fragen: Welche neuen menschlichen Energien müssen entwickelt werden, die, nach dem Verbrauch der Millionen Jahre alten, Lebens-Wärme und Lebens-Kraft geben? Wie kann über Wiedergeburt und Schicksal offen gesprochen werden?

Notizen und Bericht vom Forschungstreffen

Basel, 31. Oktober 2022, UM

Kontrast der Diskurse – Iran, grosse Solidarität im Grossen, hier Gehässigkeiten im Kleinen – Hier Verludern der Demokratie – Im Iran mit starker Hochkultur – Frau, Leben, Freiheit – Mann Wohlstand, Heimat – Hier Verludern der Sprache – DAS MENSCH – Viel Nebenschauplätze, viel Narzissmus – Das Stehenbleiben beim wechseln des Zuges – Strompreis, wer bestimmt die Regeln? – Gewinne auf Kosten von wem? –  Börsenhandel mit Grundbedürfnissen – Hegel als Denker des Ganzen. Im Kleinen ist immer auch das ganze enthalten. Das hat Marx erkannt und zur politischen Idee entwickelt – Russland und die Welt. Krieg der Werte – Wie kann die Verrohung der Sprache rückgängig gemacht werden? – Die fehlende Resilienz zum Akzeptieren von demokratischen Niederlagen – Für jede Minderheit eine Fachstelle – Menschen sterben für die Werte. Der höchste Wert ist doch das Leben – Was wir in Russland und im Iran sehen sind nicht politische Ideen, sondern kriminelle Machenschaften – Das Engagieren für das Wesentlich lohnt sich.

 

Basel, 24. Oktober 2022, UM

Twitter, das digitale Echtzeit Gespräch des Establishment – Was ist der Gründungsmythos der Grünen? – Gibt es kein grünes kapitalistisches Wachstum? – Geht Naturschutz ohne Kompromisse? – Kim und Ueli – Wer nicht binär denkt, hat die Möglichkeit unvorverurteilend und freundlich auf ein Gegenüber einzugehen – Komm wir trinken ein Bier, ich möchte erfahren wie du im Alltag lebst – Ein 3 wöchiger Detox Selbstversuch ohne Fernsehen, Radio, Internet führte zur Befreiung von der Illusion etwas zu verpassen. Die Grundhysterie fiel weg. Ich fühlte, wie ich ruhig und angenehm werde – Der Gegensatz zur politischen Hysterie verkörperte ein langjähriger Ministerpräsident von Schweden, der gegen aussen starke Stabilität vermittelte und alles fragwürdige und die Unsicherheiten in seinem Tagebuch verarbeitete – Das passiert heute auf Twitter und deshalb die Hysterie – Ungeheuerlichkeiten passieren in der Welt. Wir nehmen sie mit unserem Denken zur Kenntnis. Wie können wir sie fühlen? Mitfühlen und dann ins Handeln kommen? – Welche Rolle kann dabei die Phantasie spielen? Sie ist die Schwester der Sympathie – Es gibt einen starken Zug in Russland sich unabhängig fühlen zu wollen, der auf einem Minderwertigkeitskomplex fusst – Das individuelle bezieht sich nur auf die Familie – Es gib kein Individuelles als Teil des Staates – Die Opposition ist zerstritten – Jeder will besser sein als der andere – Auch Putin ist nur ein Alleinmann –

 

Witten 20. Oktober, Cafe Leye

Weniger sinnliche Erfahrungen und die Vermehrung des Unsinnigen
Das Verbannen der anderen Perspektive
Welche unterschiedlichen Transformationen des Bewußtseins sind möglich durch die Perspektive
des Transhumanismus und durch die Perspektive Wiederholter Erdenleben?
Der künstlerische Prozess, aus dem Nichts etwas zu schaffen, im Denken – und dadurch in allem.
Da, wo die Sicherheiten der digital geregelten Welt ins Wanken geraten, braucht es den Halt, der
von Mensch zu Mensch sich bildet.
Im eigenen kleinen Tun kann auch das Große Ganze mit verwandelt werden.
Wohin will sich das „Jeder ist die Sonne in seinem eigenen Universum“ verwandeln?
Was wird ein neuer Begriff von Sonne sein?

 

Basel, 17. Oktober 2022, UM

Russin in der Schweiz – begeistert von der politischen Teilnahme hier im Vergleich – Wo liegt der Schlüssel zum Mittun? – Martin Buber, auf der Suche nach dem verlorenen DU – Es geht nicht nur um Ukraine und Russland, es ist mindestens ein Quartett – Der Krieg mündet in jedem Fall in einem Gespräch – Wie könnt das Bild für das Gespräch aussehen? – Wie könnte ein Zeichen aussehen dafür, das nur wenige diesen Krieg wollen? – Im Iran ist es das Abschneiden der Haare – Strompreis im Vergleich zu Stromangebot und Nachfrage – Im Materiellen ist alles summarisch, im Geistigen ist es potenzierend – Sexualität und Rollenbilder: ein Mann in der Tram schaut sich nackte Frauen an vom einem Escort Services – Zwei Freundinnen wüten über die Ungerechtigkeit im Umgang mit sexuellen Übergiffen – Was ist los mit der Sexualität? – Ist die verletzte Sexualität die Mutter aller Kriege? – Einsam sein und Allein sein – Ambivalenz von etwas selber Gemachtem: es kann das Höchste aber auch das Schlechteste sein– Ich habe es selber gemacht – Machtträgerin

 

Basel, 10. Oktober 2022, UM

Amanda Gormans Rede – Wie übersetzen? – Aufforderung Gutes zu tun – Auf den Frieden gerichtet – Mach die Augen auf – Bubble-Gefühle – Kann man überhaupt ausserhalb der eigenen Bubble wahrnehmen? – Was ist zu tun, wenn der das Militär unterstützende politische Gegner ein Friedensheft macht? – Die Divergenz zwischen dem Tod von Bruno Latour und dem Phänomen von asiatischen Winterspielen in Saudi-Arabien? – Warum werden in der Schweiz den ArbeitnehmerInnen die Einkommenssteuerschuld nicht direkt vom Einkommen abgezogen? – Der Alltag nimmt schon soviel Aufmerksamkeit in Anspruch, dass es schwer ist auf die ganze Welt zu schauen – Die Welt ist nicht nur der Westen – Gibt es eine geopolitische Sprache? – Prägung durch Wiederholung – Verankerung im Körper – Was praktiziere ich täglich? – 1% Methode: ich tue etwas kleines jeden Tag, es vermehrt sich über die Zeit – Methode gegen die Ohnmacht – Aus welchem Impuls heraus wird man tätig – Der Mangel als leeres Gefäss der Ermöglichung – Warum das Schwere missen, das leicht spürt man nicht? – Zur Unzufriedenheit geboren – Hat die Sonne Sehnsucht nach der Erde? – Schöpfung aus dem Nichts! Gibt es das? – Zum Mittagessen gibt’s Riso Nero

 

Witten, 6. Oktober 2022, Cafe Leye


Ist eine Erkenntnis der Einzigartigkeit jedes Einzelnen die Grundlage für Frieden? Machen ohne sie Volksabstimmungen keinen Sinn? Warum stockt die Kampagne für Volksabstimmungen in Deutschland? Innerhalb kürzester Zeit ist der sichere Boden auf dem wir uns wähnten wie weggeblasen. Es scheint schwerer zu werden zu besprechen, was uns auf dem Herzen liegt. Eine Abkühlung in den sozialen Verhältnissen. Alles muss neu begründet werden. Ernst machen mit Transformation. Zusammen in Bewegung kommen.  Die Transformation des Transhumanismus wie in den Spiderman Filmen: „Es soll ein stärkerer Mensch entstehen. Warum Mensch bleiben, wenn wir so viel stärker sein können, schneller, stärker, klüger?“ Versus: Transformation durch bewußtes Erleben der Perspektive wiederholter Erdenleben. Die Transformation, die geschehen kann, wenn wir uns morgens vorstellen: „Dies ist mein letzter Tag.“ Mal zwei Wochen ausprobieren!
Gedankengriffe in Realitäten, die mir noch nicht verfügbar sind. Wie haben wir uns zu verändern, in unserer sich rasant verändernden Welt. Transformationen im Sozialen. Gibt es Frieden schaffende Formen in der Wirtschaft? Veränderung wird als Bedrohung erlebt.  Die Zuversicht: Es gibt ein Leben nach dem Umbruch.

 

Notizen vom 3. Oktober, UM Basel

1:8 – Der Anstieg der verbrauchten Energie seit 1800 und die Zunahme der Anzahl der Menschen, die auf der Welt leben, ist fast identisch – Welcher Anstieg ist dabei verursachend? – Bild: Russinnen sprechen mit Ukrainerinnen – Unterschied zwischen einfach machen und mit innerem Aufwand und Anstrengung etwas tun – Wie entsteht ein wertegeleiteter Blick? – Wie schwer es ist, zu sagen, was man will – Die Gewissheit, dass etwas mit rechten Dingen zugeht, schwindet – Lügenberg – Was kann ich tun? – Ernst machen mit geistiger Arbeit – Den Geistern, die da wirken, kann nur geistig beigekommen werden – Wo ist mein Anknüpfungspunkt? – Die Sehnsucht in die Welt einzutauchen und sich zu Hause zu fühlen – Sich selber in die Hand nehmen, um selbstloser zu werden – Über das Wasser gehen – Nicht verhärten, nicht abheben – Die Kraft des persönlichen ist nun zum kollektiven Schicksal geworden – Ermutigung zur eigenen Unsicherheit – Mensch sein, heisst tätig sein – Sich für die nächste Inkarnation verabreden – Tatorientiertes oder entwicklungsorientiertes Vorgehen?

 

Berlin, 25. – 28. September 2022
Public Secrets – Transformatorische Aktualisierungen aus dem mantrischen Spätwerk von Rudolf Steiner.
Zweite Auflage

 

 

Notizen vom 19. September, UM Basel

Rücktritt Federer – Wer spielt noch in der Liga? Gorbatschow, Monroe, Presley, Lady Diana, Merkel, Steve Jobs und in Zukunft Elon Musk, Obama, Klaus Schwab?  – Die Jungen der Generation Z wollen selbstbestimmte Arbeit und stellen beim Bewerbungsgespräch Bedingungen – Was hat Milch mit Gewalt zu tun? Beobachtungen bei der Geburt eines Kälbchens auf dem Feld – Massentierhaltungsinitiative: Was braucht es gesellschaftlich, damit individuelle ethische Argumente mehr Gewicht bekommen? – David Beckham in der Kondolenz-Schlage zur Queen – Andy Warhol fragt, wie kann Schönheit und gut Sprechen verbunden werden – Geteilte Welt: Expertisierung der Demokratie – Über Werte sprechen können – Identität über Gesetz, Mythos und Sprache.

 

Notizen vom 12. September, UM Basel

Wie demokratisch ist Eigenverantwortung auf einer Skala von 1-10? – Wie kann das Klima in der Schweiz justiziabel gemacht werden? – Wie könnte ein Verfassungsartikel für den Klimaschutz aussehen? – Ein Recht auf Leben in Zukunft  – Warum haben Menschen soviel Gefühle für eine Königin? – Dass der Mensch im Grunde gut ist, kann das wirkmächtigste sich selbst erfüllende Narrativ werden – Studie: Was darf man alles nicht sagen? – Buchtitel: Warum Unternehmen keine Steuern zahlen oder was wir über Steuern nicht wissen dürfen –  Eigen ist das Problem. Eigen ist die Lösung – Im Englisch schreibt man Ich immer gross! – Wie geht die Verwandlung des Egoistischen? – Der Zerfall der Worte – Dann muss man halt für den jeweiligen Sinn ein neues nehmen –  Das neue Wort für Solidarität? Das neue Wort für Menschlichkeit? Das neue Wort für Eigenverantwortung? – Was ist das wichtigste, dass wir über Physik lernen können? Unregelmässigkeit!

 

 

Notizen vom 8. September 2022, Public Secrets Witten
 
Krieg ist immer gewesen – was ist jetzt anders?
Achtsam für das Hintergrundrauschen, in das ich hinein spreche und handle. 
Gespensterdecke über den Worträumen.
Kunst mit der nach oben öffnenden Gebärde.
Ästhetik des Gesprächs.
Was ich mache ist Bestandteil meines nächsten Lebens – innerlich und äußerlich.
Die Krisen sind so nah, dass wir unter Zwang handeln müssen – der Konflikt ist zur Haustür hereinspaziert.
Was würdest du machen, wenn die Russen hier über die Grenzen kämen.
Angst verhindert Transformation.
Räume schaffen zur Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten.
Der bejahende Blick aus den Kinderaugen: vollkommen angstfrei.
 
Nächstes Treffen ist am Donnerstag, den 22. September, wieder um 11:30. Bitte meldet Euch zum Mittagessen an!

 

Notizen vom 5. September, UM Basel

Seeing figures on a white carpet – Zuschauende schauen dem Schauen der Zuschauenden zu – Intensivierung und Konzentration – Bedürfnis in eine andere Zeitlichkeit, in anderes Tempo einzutauchen – Kaleido Metamorphosis – Zivilgesellschaftliche Initiative – Hoher Grad an Freiwilligkeit schafft starke Sinn Sensibilität – Herzensbildung – Herbst kündet sich an – Entschleunigung mit Intension? – Die Fenster sind in der Nacht nur noch einen Spalt offen – Das Kaffeehaus füllt sich, das Zentrum wird verschoben – Stressprogramm und ruhiges Zirkulieren – Sensible Gastronomie – Masken ablegen am Badischen Bahnhof – In welchen Normen fühlen wir uns wohl? In welchen Normen können wir uns auf neues einlassen? – Brunnenkultur in Basel – sich akustisch und haptisch auf Wasser einlassen – Langsamkeit, Loslassen, Geduld dulden – Wie kann ich Dinge kommen lassen, ohne auf sie zu warten?

 

 

29. August 2022, Basel, UM

Notizen

Die Innenstadt ist gesperrt für eine politische Idee – In den Gesichtern der Menschen in den Strassenbahnen ist deren politische Meinung zu lesen – Ist die Tram ein politischer Wahrnehmungsorgan? – Für was alles gibt es Einschränkungen? – Was sind wir bereit anzunehmen? – Welche Interessen stecken dahinter ­– Umleitungen – Alles über Martin Sutter, ausser der Wahrheit – In welchen Grenzen bewegt sich der Individualismus? – Was überhaupt ist eine politische Idee? – Barockmusik für vorgeburtliche und neugeborene Kinder – Kommt das moralische Urteil von innen oder von aussen? – Gerade besteht ein hoher Druck von aussen zu bestimmter Meinung – Gibt es eine aufgezwungene Moral? – Starke Vereinfachung zu S/W –  Hypernormalismus –  Die fortsetzende Mangelerzählung – Was passiert, wenn Karten die Welt werden? – Ohne Landesgrenzen kein Krieg – Durch das Dickicht der Erzählungen den Weg zur Wirklichkeit finden – Der Lift zwischen Innen und Aussen –  Der Lift zwischen realer Wirklichkeit und erzähltem Narrativ. – Der Blick in den Spiegel – Vertrauen als Basis für Grenzüberschreitungen – BürgerrätInnen – Grenzen ziehen gegen die Grenzen – Renaissance der Demokratie – Rückkopplung des Narrativen oder Zerstörung.

 

 

21. August 2022, Basel, UM

Notizen

Fokussierung kann allgemeines Wahrnehmen überbleben. Ein absichtlicher Zustand – Brutalitätsbewusstsein – “Freust du dich?” Über was und wie kann ich Freude empfinden? Wiederstand oder die Freude einladen? Eine Schule der Freude – Wie gross sollen wir denken? – Spannung zwischen Gleichgültigkeit und hoher Empfindsamkeit, zwischen Verantwortung und Zurückhaltung, zwischen Teilnahme und gesundem Selbstschutz. Zwischen Klima, Krieg und Konsum – „Wärst du gerne gleichgültiger?” „Gerne wäre ich weniger selbstlos.” – Wertfrei, wertvoll, wertlos – Harari: die Körper leben weiter, die Seelen sterben aus – Der Verunmöglichung des Zwischenmenschlichen in politischen, privaten Diskussionen und familiärer Eskalation entgegenwirken – Das Selbst kultivieren und frei werden – Individuelles wird ein Hindernis – Tote Kultur Europa – Schlaggut – Problematik um Kundgebung gegen den zionistischen Kongress wird vereinfacht, wird falsch.

 

 

18. August 2022, Witten, Café Leye

Notizen

Erschreckende Jahre, die zu essentiellen Fragen führen – wie wollen wir miteinander leben? – warum sind wir überhaupt geboren? – gemeinsames Suchen nach dem Sinn – vorher frei schwebende Ängste werden zur Zeit konkret gebunden – früher selbstverständliche Formen sind wie weggeblasen – im freien Schweben verbleibend suchen wir konkrete Zugriffe – wenn nicht jetzt, wann dann? – wahrnehmen üben der atmosphärischen Umraumbedingungen, die über Gelingen oder Misslingen unseres Tuns entscheiden – die Zeit verdichtet, die Krisen stapeln sich – auf die innere Entwicklung des Menschen schauen – Raupe, Puppe, Schmetterling: Verdichtung, Ernst, Aufwachen – wir werden Energie vollkommen anders erzeugen – du wirst wieder vorfinden, was du jetzt tust – die Antworten sind dahin

Nächstes Treffen:
Donnerstag, 1. September, 11:30 Uhr

 

15. August 2022, Basel, UM

Notizen

Direkt gehen und dann weit werden – Absichtslosigkeit als politisches Konzept – Berlin Graffiti: Kein Staat, kein Gott. Wie kann eine Gesellschaft ohne Gott gedacht werden? Wie kann Gott eine politische Idee sein? – Denken ist menschlich. Handeln ist göttlich – Soziale Bubble verlassen, in fremde Kontexte gehen – Wie kann die Stadt-Land-Grenze überwunden werden? – Mangelkampagne wütet. Notvorat wird angelegt, Kerzen und Geld in kleinen Scheinen werden gehortet – Die Sozialen Medien verlieren ihren Ursprung – Erfolgreiche Breakout Räume bei Zoom – Wie sehen die nächsten sozialen digitalen Medien aus? – Selbstangleichung der Medien versus Fremdsteuerung – Palmen in Basel – Versiegelte Städte – Handlungs-Bedarf befriedigen statt Mangel-Vorsorge postulieren – In England werden die Gleise der Züge erst kurz vor Abfahrt bekanntgegeben, dann rennen alle.

Beim Mittagessen gedeiht ein philosophischer Diskurs zur Frage des Göttlichen auf der einen Seite des Tisches. Auf der anderen werden Anwendungen entworfen für eine digitale Breakout Room Plattform für analoge Treffen: Tinder for Politics!

 

11. Juli 2022, Basel, UM

Notizen

Sichtbarmachung von dem, was wir emotional ausblenden, anstelle von Werbung für das, was wir nicht wollen – Gibt es noch eine Natur, die nicht angreifbar ist? – Die einzige Rettung ist die Liebe (kitschig) – Glitzern, funkeln, lichtern – Dagegen steht die gegenwärtig Mangel-Kampagne von Gas bis Brot auf allen Kanälen – Precht nimmt Lanz an der Hand – Mit Russland, Südamerika, Afrika, Indien und China bestehe eine zweite globale Welt – Handlungsunfähigkeit versus Schöpfung aus dem Vollen – Die Rehabilitierung des Mangels als Motor – Die Verkörperung des politischen Zwischenraumes – Sich verlieben ist ein Bildvorgang – Die Unantastbarkeit der Würde – Tu es mit dem ganzen Herzen (Konfuzius) – Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung (Camus).

 

 

5. Juli 2022, Berlin

Mensch – Natur – Stadt: Perspektivwechsel für ein neues Zusammenspiel
Stichworte aus dem Gespräch

 

Berlin, 28. Juni – 1. Juli 2022,
Public Secrets – Transformatorische Aktualisierungen aus dem mantrischen Spätwerk von Rudolf Steiner.
Erste Auflage

 

28. Juni 2022, Basel, UM Safe

Begriffe und Fragen wurden aufgerufen

Die Lebensprinzipien Gesamtheit, Organismusbildung, Bezogenheit und Anwesenheit – Die Logik des Vernünftigen stösst an ihre Grenzen – Davos geht nicht mehr – Gibt es eine Kommunikationsform der Aporie? – Die sieben Zwerge von Elmau – Das Verstummen, das Verdunsten – Angst vor Tod, Angst vor Sinnlichkeit – Das Seil reisst, gnade Gott, ich schau nach vorne – Das Unerwartete tritt ein – Auftriebskräfte – Das Neue auf dem Boden des Sicherheitsverlustes – Pladoyer für aktive Zuwendung und Gestaltung – Wie können wir sensibel politisch sein? – Ein neuer Steuergrundsatz für das 21. Jahrhundert.

 

Am 13. Juni 2022 trafen sich in Basel 16 Personen zu einer ersten intensiven und fragenden Wahrnehmungsrunde.

Begriffe wurden aufgeworfen

Politische Ideenlosigkeit – Die eingesperrten Kinder – Neues Level im Menschsein – Nichts mehr Vorgegebenes – Ideenflut – Bedrohlichkeit – Verunsicherung im Ganzen – Multiple Krisenverdrängung oder Selbstermächtigung – Aktivismus und Verdrossenheit – Radikalität und Diplomatie – Hemmung und Machbarkeit – Exponentiell wachsende Bewusstseinskräfte – Wirksame Ideen sind oft unsichtbar, sichtbare unwirksam – Widersprüchlichkeit und Gegensätzlichkeit – Geheimnis und Öffentlichkeit – Schönheit von Rede und Widerrede, Politik als Ort der Schönheit – Hypernormalisierung – Transparenz des Menschenbildes – Wahrnehmungskrise – Improvisation als wortgewaltigstes Gedicht – Verteilung des Sensiblen – Zuhause im Körper – Macht und Ohnmacht – Verbindung mit der Lust – Ohne Gespräch keine Relevanz – Zum Urteilen verurteilt – Kohle, Klima, Karma – Transhumanismus trifft auf Reinkarnation – Macht und Kraft – Zugriff und Entgleitung –

Fragen wurden formuliert

Was aber braucht der Mensch an sich? Was mobilisiert? Wie gewinne ich die Ausdauer darin, das zu finden, was ich in die Welt bringen will? Worauf richtet sich das Bewusstsein? Wie kann die immer grösser werdende Distanz zwischen dem, was ich im Bewusstsein fassen kann und dem, was ich entsprechend tue, überwunden werden? Welches sind wirksame politische Ideen? Wie kann ich sie wahrnehmen auch wenn sie sich nicht zu erkennen geben? Wem ist es erlaubt, wo, was zu sagen? Was könnt der nächste Mauerfall sein? Macht und Kraft. Wer hat sie, wer hat sie nicht? Wie besprechen wir das Unbesprechbare, wenn es sich in der Unsichtbarkeit der Besprechung entzieht ohne damit in eine Verschwörung zu geraten?

«Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.»
Hölderlin

 

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